Unsere Chronik



1.Auftritt in Werbig An einem Winterabend Ende Febuar 1975 trafen sich 14 Musikfreunde aus Görzke und näherer Umgebung um eine Feuerwehrkapelle zu gründen. Unter Leitung von Klaus Kandler wurde weniges vorhandenes Notenmaterial zusammengesucht, bekannte Märsche aus dem Gedächtnis aufs Notenpapier gebracht und jeden Mittwoch geprobt. Bis heute treffen sich die Mitglieder des Görzker Orchesters regelmäßig am Mittwoch abend, um neue Musikstücke einzustudieren und an den älteren herumzufeilen. Inzwischen ist das Repertoire auf über 200 Titel angewachsen und gibt den Musikern so Gelegenheit, für jeden Anlass und für jede Stimmung das richtige Musikstück auswählen zu können. Der erste öffentliche Auftritt fand Anfang April 1975 in Werbig anlässlich des Wirkungsbereichsausscheides statt. In den folgenden Jahren gab es kaum eine Feuerwehrveranstaltung im Kreis Belzig auf der nicht die Görzker Feuerwehrmusiker den Festumzug anführten. Auf unzähligen Veranstaltungen vom Bauernball bis zum Lampionumzug, vom Karnevals-Frühschoppen bis zum Sängertreffen, vom Geburtstagsständchen bis zum großen Blaskonzert konnten sich die Menschen über Marsch- und Polkaklänge freuen. Den Musikern werden die Auftritte in Berlin beim Festumzug zur 750-Jahrfeier, der Festumzug zur 650-Jahrfeier in Dippmansdorf, der sich in einem Platzregen auflöste und auch der gelungene Umzug anlässlich der 1000-Jahrfeier in Belzig, wo Zehntausende die Straßen säumten und nicht mit Beifall geizten, in angenehmer Erinnerung bleiben.

Geburtstagsständchen Denkt man an den Tag zurück, als die Mauer um Berlin zwischen Ost- und West-Staaken feierlich mit Görzker Blasmusik geöffnet wurde, bekommt man heute noch eine Gänsehaut. Natürlich kamen freundschaftliche Kontakte zu anderen Orchestern nicht zu kurz. Vorallem gemeinsam musiziert wurde mit dem Jugendblasorchester aus Ziesar, dem Jugendblasorchester Wiesenburg und mit dem Blasorchester aus Boßdorf. Der Musikfreund Alfred Wohlfeil wurde vor einigen Jahren aus Rheden (Niedersachsen) nach Brandenburg arbeitsmäßig versetzt. Da er sein Tenorhorn nicht einstauben lassen wollte, begab er sich auf die Suche nach einem geeigneten Orchester und fand schliesslich uns. Insbesondere durch sein Engagement enstand im Laufe der Jahre eine sehr gute Beziehung zwischen dem Rhedener Musikzug und unserem Blasorchester.Dies war für unseren Klangkörper eine große Bereicherung. Zu unserem 25-jährigen Bestehen im Jahre 2000 war unser Partnerorchester Rheden schon bei uns. Dies wechselte sich nun jährlich ab. Und nun ist es schon wieder soweit. Wir feiern unser 30-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass haben wir uns gesagt, wir nehmen eine CD auf, und das taten wir auch in den Wintermonaten.
Der Beifall der Zuhörer, das Gefühl, einigen Menschen einen schönen Nachmittag bereitet zu haben, ist der Lohn für die Mühe. Bei etwa 30 Auftritten im Jahr ist das sehr schöne Hobby auch manchmal eine Verpflichtung. Oft müssen die Musiker dringende private Interressen in den Hintergrund stellen. Das erfordert auch sehr viel Verständnis von den Familien und Partnern. Der Aufwand an Freizeit ist mindestens genau so groß wie bei einem "richtigen aktiven Feuerwehrmann". Einige der Musiker sind auch im Einsatzfall mit zur Stelle.
orchester-Foto um 1990